gruppenbing
Das kollektive Aha-Erlebnis
 
Gründerstory
Das kollektive Aha-Erlebnis
Text: HTW    Fotos: Moritz Wright

Es ist das ewige Problem der Menschen: Wie bringt man eine Gruppe von Personen aus den verschiedensten Richtungen zusammen, weil man erkannt hat, dass diese dringend miteinander reden oder unbedingt zusammen arbeiten sollten? Und wie bringt man dann all' ihr Wissen und ihre Facetten in einen Arbeitsprozess ein, der sie befähigt, gemeinsam komplexe Probleme zu lösen?

Die Lösung hierzu scheint wie ein kleines Wunder. Alexander Tornow, der Geschäftsführer des jungen Unternehmens verrät: "Durch gruppenbing ist kein Beraterwissen von Außen mehr nötig, das Wissen zur Lösung liegt bereits im Unternehmen, in den Köpfen der Menschen. Diese müssen wir nur sinnvoll miteinander verknüpfen!" Bereits nach wenigen Tagen intensiver Teamarbeit sind bei dem gruppenbing-Verfahren alle Beteiligten derart vernetzt, dass jeder weiß, wie die Lösung aussieht und was der Einzelne dafür tun muss – schließlich kommen die Analyse des Ist-Zustands, die Szenario-Entwicklung und der konkrete Maßnahmenplan von der neu vernetzten und motivierten Gruppe selbst.  

Welchen Haken hat dieses Versprechen? Keines, allerdings sind die ersten Reaktionen auf das Unternehmen meist etwas skeptisch. Die gesamte Arbeitsgruppe muss freigestellt werden, zwischen 12 und 42 Personen. Ein Chef oder Manager hat in diesem Prozess keine andere Rolle als die anderen Teilnehmer. Und auch dieses Verfahren nimmt etwas von der allgemein so knappen Zeit in Anspruch, wobei in vielen Fällen bereits zwei Tage ausreichen, um echte Veränderungen herbeizuführen. Wenige Tage voll strukturierter Kommunikation muss man also in Relation sehen zu einem ganzen Unternehmerleben voll von Missverständnissen, doppelten Arbeitsverrichtungen und purer Selbstverwaltung statt innovativer Weiterentwicklung. 

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