ORCO-GSG
Wo Gründer herzlich willkommen sind
 
Hintergrund
Wo Gründer herzlich willkommen sind

Sicher sind es auch die günstigen Mietpreise – vor allem aber das Faible für Existenzgründer, für gute Ideen, Mut und außergewöhnliche Visionen, was die ORCO-GSG bei jungen Unternehmen in Berlin so beliebt macht. Hunderte Gründerstorys beweisen: Hier, in den mehr als 40 Gewerbehöfen der ORCO-GSG, kann der Start in ein erfolgreiches Unternehmertumbestens gelingen.

Wenn Sebastian Blecke (36) über das Geländes des Technologie- und Innovationsparks Berlin, kurz TIB genannt, in Berlin-Mitte läuft, weht er ihm schon manchmal entgegen: der Unternehmergeist, der hier mit AEG bereits vor 125 Jahren zu Hause war und heute mehr denn je präsent ist. Blecke selbst war gerade einmal ein Knirps von elf Jahren, als das TIB mit dem ersten Gründerzentrum Deutschlands 1985 eröffnete und bald zu einem viel kopierten Standortmodell für junge Unternehmen in der Wachstumsphase wurde. Das TIB, hinter dessen Backsteinfassaden, so manche geschäftliche Erfolgsgeschichte geschrieben wurde, ist aber nur einer von über 40 Gewerbehöfen der ORCO-GSG, deren Geschäftsführung Sebastian Blecke heute gemeinsam mit seinem Kollegen Oliver Schlink inne hat. All diesen Standorten gemein: Existenzgründer sind hier herzlich willkommen!

1.500 Unternehmen haben ihren Sitz bei ORCO-GSG – und viele von ihnen sind hier„von klein auf“, denn anderes als bei manch anderen Gewerbestandorten, können die Räume mit dem Platzbedarf ihrer Mieter mitwachsen. Dies war auch das entscheidende Argument für die Schokoladen-Macher von Chocri, um 2010 in den Lichtenberger GSG-Gewerbepark Plauener Straße unweit der Landsberger Allee zu ziehen. „Unsere alten Räume in Schöneweide wurden uns langsam zu klein. Hier im GSG-HOF herrschen traumhafte Bedingungen für uns. Der Hausmeister ist unglaublich hilfsbereit. Das tut gut“, sagt Franz Duge, der zusammen mit seinem Partner Michael Bruck 2008 das Start-up Chocri gründete. Ihre Geschäftsidee ist vor allem eines: lecker. Chocri stellt Schokolade mit individuellem Geschmack her, bei der auch Gummibärchen, Schnittlauchröllchen, Echtsilberpulver oder kandierter Flieder zu den Zutaten gehören können. Die Kombinationsmöglichkeiten grenzen ans Galaktische: Über 10 Milliarden Varianten gibt es, darunter auch absolute Geschmacksnerven-Verwöhn-Raritäten. Die neue Geschäftsidee hatte Franz Duge übrigens, als er kurzfristig ein Geburtstagsgeschenk für seine Freundin brauchte. Aus Schokolade, garniert mit ein paar Gummitieren und Studentenfutter, entstand der Chocri-Prototyp. Bald fanden sich Kunden im Freundes- und Bekanntenkreis und nur wenig später wurden die ersten Probetafeln versandt. Und heute produziert Chocri zigtausende Tafeln für Naschkatzen auf der ganzen Welt. Als Fan stellte sich auch Alfred Ritter, Geschäftsführer der Traditionsmarke Ritter Sport, heraus. Er wurde auf Chocri aufmerksam, als das junge Unternehmen 2009 mit dem Gründerpreis der „Wirtschaftswoche“ ausgezeichnet wurde. Ein Jahr später erwarb Ritter Sport ein Drittel des Berliner Start-Ups. So kann es gehen.

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